2. BL Damen: Rüsselsheim fällt weiter zurück, Braunschweig siegt zweistellig

Die Aufstiegsambitionen des Rüsselsheimer RK in der 2. Bundesliga Damen werden immer mehr zerfleddert. Schon zum dritten Mal in sieben Spielen ging der RRK als Verlierer vom Platz, der Rückstand auf Süd-Tabellenführer Zehlendorfer Wespen beträgt jetzt bereits neun Punkte. Und Eintracht Braunschweig (Foto) gelang der erste zweistellige Sieg.

Dabei führte Rüsselsheim durch Pauline Heinz (16.) bei TuS Lichterfelde lange mit 1:0. Aber in den letzten zehn Minuten bog der Erstligaabsteiger die Partie noch um, schaffte durch Janne Jungenkrüger (50.) und Clarissa Schneider (54.) zum 2:1-Endstand den umjubelten ersten Saisonsieg für TuSLi. Neben dem eigenen Befreiungsschlag lieferte Lichterfelde auch nachbarschaftliche Schützenhilfe für die Zehlendorfer Wespen. Der Spitzenreiter erledigte seinen Teil zu einem perfekten Wochenende mit einem 5:1-Heimsieg über den Nürnberger HTC. Charlotte Stapenhorst (5.), Uma Käding (38.), Kim König (50.) und Lena Keller (50./E, 55.) trafen für die Zehlendorferinnen, Antonia Bortolazzi (53.) konnte nur auf 1:4 für den NHTC verkürzen, der erstmals in dieser Saison ein Spiel verloren hatte.

 

Erster Verfolger der Wespen bleibt die HG Nürnberg. Einen Tag nach der knappen 0:1-Niederlage in Zehlendorf kam die HGN beim Aufsteiger Mariendorfer HC zu einem sicheren 4:0-Erfolg. Lena Groß hatte schon in der ersten Minute den Torreigen eröffnet, Nele D’Angelo (15.) und Celina Loy (28.) erhöhten zur Pause auf 0:3, ehe nochmals Loy (46.) für den Endstand sorgte. Mariendorf wartet auch nach sieben Partien weiter auf seinen ersten Punkt. Nürnberg hat 15 auf dem Konto, allerdings seit diesem Wochenende eben auch sechs Zähler Rückstand auf Platz eins.

 

ATV Leipzig und Feudenheimer HC trennten sich 1:1-Unentschieden. Nach torloser erster Hälfte hatte Cosima Rocktäschel (35.) die Sächsinnen in Führung gebracht, doch der Ausgleich der Mannheimer Gäste durch Emma Himmler (40.) ließ nicht lange auf sich warten. Feudenheim hatte bereits am Vortag bei Lichterfelde 1:1 gespielt, für den ATV blieb nach der 0:1-Niederlage gegen Rüsselsheim wenigstens ein Punkt aus dem Doppelspieltag hängen.

 

Maximale 21 Punkte nach sieben Spielen hat wie Süd-Primus Zehlendorfer Wespen auch der Club Raffelberg in der Nord-Gruppe vorzuweisen. Bei Klipper Hamburg gab es am Sonntag einen 3:0 (1:0)-Sieg. Anneke Maertens (8.) hatte die Duisburgerinnen früh in Führung gebracht, den Dreier endgültig sichern konnte dann Giulia Funkel mit zwei Eckentreffern (48./55.) im letzten Viertel. Die 17-Jährige hat mit ihren Toren Nummer sieben und acht die alleinige Führung in der Torjägerwertung übernommen.

 

Tore waren für den Hamburger Polo Club in den vergangenen Partien fast zum Fremdwort geworden. Nach dem 3:2-Auftakterfolg in Braunschweig gelang die Hanseatinnen in den nächsten fünf Spielen kein einziger Treffer mehr. Und auch im heutigen Heimspiel gegen Blau-Weiß Köln musste die Gefolgschaft bis weit ins dritte Viertel hinein warten. Dann erlöste Catalina Ness die Polo-Gemeinde mit dem Führungstreffer. Er sicherte Polo nach 405 torlosen Spielminuten zugleich den 1:0-Erfolg über die Kölnerinnen, die weiter das Schlusslicht in der Nord-Gruppe innehaben.

 

Für den Bonner THV war die Ausfahrt nach Niedersachsen ein lohnendes Unterfangen. Dem 1:0-Sieg bei Eintracht Braunschweig folgte heute ein 2:1-Erfolg bei Hannover 78. Helena Vatter (6.) und Zarina Chruscz (24.) bescherten den Gästen eine 2:0-Pausenführung, die Leni Wittmann (40.) für Aufsteiger H78 nur noch verkürzen, aber nicht mehr ausgleichen konnte.

 

Braunschweig zeigte sich nach seinem torlosen Samstagsauftritt im zweiten Wochenendspiel von einer ganz anderen Seite. Aufsteiger HC Essen wurde mit 10:2 regelrecht deklassiert. Laura Rodrigues (17./49./55.) war mit drei Treffern beste Eintracht-Schützin, daneben trugen sich Lydia Hirschler (E, 5.), Maria Lagocki (E, 19.), Levke Packeiser (27.), Meike Starmann (E, 31.), Emma Nolting (42.), Olla Edelhäuser (43.) und Fenja Rees (E, 50.) beim Sieger in die Liste ein. Essen konnte durch Barbara Lehner (40.) zum 1:5 und Jana Pateisky (47.) zum 2:7 das Braunschweiger Schützenfest nur zweimal unterbrechen. Es war das erste zweistellige Saisonergebnis in der zweiten Liga der Damen.

 

Foto: Eintracht Braunschweig

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