2.BL Damen: Kurioses Spiel in Hamburg

Besonders kurios verlief am Samstags-Spieltag der 2. Bundesliga Damen vor allem die Partie zwischen Klipper Hamburg und DSD Düsseldorf mit zwei Unwetter-Unterbrechungen, einem Umzug auf einen anderen Platz und einem verschossenen Siebenmeter Sekunden vor Ende.

Der südafrikanische Neuzugang Malikah Hamza war wie schon mit ihren zwei Treffern beim 5:1-Auftaktsieg über Essen für den Crefelder HTC der siegbringende Faktor. Acht Minuten vor Spielende beim Hamburger Polo Club nahm sich Hamza ein Herz, dribbelte von rechts in den Hamburger Kreis und wuchtete mit einem Rückhandschuss den Ball ins lange Eck. Damit war der 1:0-Gästesieg perfekt.

 

1:0 endete auch die Partie zwischen Blau-Weiß Köln und Hannover 78. Lucia Fafian Stark (37.) gelang Mitte des dritten Viertels die spielentscheidende Aktion zugunsten der Rheinländerinnen gegen den Aufsteiger aus Niedersachsen.

 

In Duisburg sah es lange nach einer Überraschung aus. Eintracht Braunschweig führte beim Tabellenführer Club Raffelberg (Foto vom 6:0-Auftaktsieg über BW Köln) nach einem frühen Treffer von Fenja Rees (4.) bis weit in die zweite Halbzeit mit 1:0. Giulia Funkel (47.) glich aus, und Svea Schifferings (59.) besorgte dem Erstligaabsteiger kurz vor Schluss noch den 2:1-Sieg. Letztlich war es ein sehr mühevoller dritter Saisonsieg für den erklärten Aufstiegsanwärter.

 

Das torreichste Damen-Zweitligaspiel des Tages boten HC Essen und Bonner THV mit dem 3:3 (1:0)-Unentschieden. Aufsteiger HCE lag durch Lisa Strohbücker (2) und Nina Klinge mit 1:0 und 3:2 zweimal vorne, doch die Gäste entführten durch Maria Esser (1:1), Lena Wenzel (1:2) und Thea Scheidl (3:3) zumindest einen Punkt.

 

Eine Punkteteilung gab es auch in Hamburg zwischen dem Klipper THC und DSD Düsseldorf. Sophie Weberlenn (2.) hatte Klipper blitzschnell in Führung gebracht, Silja Drewitz (51.) glich im letzten Viertel aus. 20 Sekunden vor dem Ende rettete DSD-Torhüterin Miriam Amft mit einem gehaltenen Siebenmeter den Gästen den einen Punkt in einer Partie, die unter gleich zwei Unwetter-Zwangspausen (inklusive eines Umzugs auf einen anderen Kunstrasen) litt.

 

Süd-Aufsteiger TG Frankenthal wartet auch nach dem zweiten Auftritt weiter auf sein erstes Tor. Bei den Zehlendorfer Wespen gab es eine 0:3-Niederlage. Friederike Seifert (3.), Uma Käding (10.) und kurz vor Schluss Leonie Neuß (58.) schossen die Tore für die Berlinerinnen, die ihrerseits nach zwei Spielen noch ohne Gegentor sind.

 

Das gilt auch für den Nürnberger HTC. Dem 1:0-Derbysieg bei der HGN folgte nun ein 3:0-Heimerfolg über den ATV Leipzig. Julia Felßner (7.) sorgte für die Pausenführung, die Amrei Zaha (45.) und Katharina Köhler (52.) im zweiten Durchgang noch ausbauten.

 

Für den mit viel personellem Aderlass in die Saison gegangenen Erstligaabsteiger TuS Lichterfelde ist die neue Runde nicht gut angegangen. Der 0:1-Auftaktniederlage gegen die Zehlendorfer Wespen folgte nun ein 1:2 bei der HG Nürnberg. Marie Auer hatte mit zwei Toren (E, 12./30.) für die 2:0-Pausenführung der Fränkinnen gesorgt. Paula Wever (41.) verkürzte für die Berliner Gäste, doch mehr sprang nicht heraus für TuSLi.

 

Seine Tabellenführung verteidigte TuS Obermenzing mit einem 2:1-Auswärtssieg bei Aufsteiger Mariendorfer HC. Nachdem die Münchnerinnen bei einem kläglich vergebenen Siebenmeter noch die Führung liegen ließen, sorgte dann Stefanie Bauer (49.) im letzten Viertel für das 1:0 für die Gäste. Den Mariendorfer Ausgleich durch Celina Brummerhoff (E, 53.) beantwortete Zora Boesser (56.) mit dem Siegtreffer für Obermenzing, das schon sieben Punkte aus drei Partien ansammeln konnte.

 

Gut erholt vom 1:2-Ausrutscher in München zeigte sich der Rüsselsheimer RK. Im Heimspiel gegen den Feudenheimer HC kam der Aufstiegskandidat RRK mit einem 3:1-Erfolg wieder zurück in die Erfolgsspur. Pauline Heinz (8.) und Nele Sack (E, 29.) hatten für die 2:0-Pausenführung gesorgt, die gleich nach Wiederbeginn Celina Hocks (31.) auf 3:0 ausbaute. Luisa Höfling-Conradi (41.) verkürzte mit dem ersten Feudenheimer Saisontor im dritten Spiel, aber mehr gelang den Mannheimer Gästen nicht.

Foto: Wolfgang Sternberger

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