2. BL Damen: Keine frühe Meisterfeier in Mannheim

Die theoretisch mögliche Meisterfeier am Himmelfahrts-Feiertag fand nicht statt. Der TSV Mannheim (Foto) muss in der 2. Bundesliga Damen weiter auf seinen Aufstieg als Südmeister warten. Näher gekommen ist Mannheim dem Ziel trotzdem. Am Wochenende steht der Kampf um den Klassenerhalt im Vordergrund.

Am vergangenen Donnerstag fanden in der Süd-Gruppe drei Partien statt, die aus Nachholterminen oder vorgezogenen Spiele resultierten. Hätte dabei der TSV Mannheim unter bestimmten Konstellationen seinen Erstligaaufstieg perfekt machen können. Aber dazu kam es nicht. Erstens leistete sich der Rüsselsheimer RK keinen Fehltritt, indem er das Nachholspiel beim TC Blau-Weiss Berlin nach Toren von Pauline Heinz (30.) und Carla Anagnostou (45./59.) mit 3:0 für sich entschied. Außerdem kam der Tabellenführer TSV nicht über ein 1:1 im Derby beim Feudenheimer HC hinaus. Sophie Tiefenbacher (6.) hatte den FHC in Führung gebracht, Lydia Bechthold-Haase (19.) glich noch in der ersten Halbzeit aus. Dass TSV-Trainer Carsten-Felix Müller trotz des verpassten Sieges nicht unzufrieden war und von einem „sehr wichtigen Punkt für den Aufstieg“ sprach, wird angesichts folgender Rechnung klar: Selbst wenn Rüsselsheim in den nächsten fünf Tagen bei drei Partien gegen Obermenzing (Samstag), Mainz (Sonntag) und Feudenheim (Dienstag) die maximalen neun Punkte holen und anschließend auch das auf 7. Juni vorgezogene direkte Duell gegen den TSV Mannheim gewinnen sollte (es ist zugleich das letzte RRK-Spiel), dann hätte es die Müller-Truppe immer noch in der eigenen Hand, mit einem Heimsieg über das punktlose Schlusslicht Mainz am 11. Juni das Klassement als Tabellenerster zu beenden.

 

Alle anderen Mannschaften können nicht mehr ins Titelrennen eingreifen, daran ändert auch der 4:0-Sieg der Zehlendorfer Wespen im Donnerstagspiel gegen die HG Nürnberg nichts. Die wieder einsatzfähige Charlotte Stapenhorst (19./25.) sowie Friederike Seifert (36.) und Johanna Bergmann (55.) schossen die Treffer für die Berlinerinnen, die am Samstag das Derby gegen den TC Blau-Weiss vor sich haben. Blau-Weiss steht im Fernduell mit dem ATV Leipzig, das am Samstag den Nürnberger HTC empfängt. Gesucht wird der zweite sichere Absteiger (neben Schlusslicht Mainz), doch auch Platz neun ist stark gefährdet aufgrund der eher mäßigen Aussichten von TuS Lichterfelde, doch noch das Play-down-Duell mit Großflottbek für sich entscheiden zu können. Das achtplatzierte Obermenzing hat am Wochenende mit den Spielen in Rüsselsheim und Bietigheim die doppelte Gelegenheit, sein Polster auf die Abstiegsränge zu vergrößern.

 

In der Nord-Gruppe steht zwischen TG Heimfeld und Eintracht Braunschweig am Sonntag ein vorentscheidendes Duell um den zweiten Abstiegsplatz an. DSD Düsseldorf wird im Heimspiel gegen Absteiger ETUF Essen alle Kräfte aufwenden, um mit einem Dreier alle Restzweifel am Klassenerhalt zu vertreiben. Rechnerisch auch noch nicht ganz im sicheren Hafen ist der Hamburger Polo Club, auch wenn es im Heimspiel gegen Meister Bremer HC natürlich schwer wird, Punkte zu holen. Bonner THV und Crefelder HTC duellieren sich um den Titel des Nord-Vizemeisters, Klipper Hamburg und Blau-Weiß Köln um Rang vier.

Foto: TSV Mannheim

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