2.BL Damen: Gleich sieben Spiele endeten 1:0

1:0 war in der 2. Bundesliga Damen das beliebteste Resultat des Tages. Von zehn Spielen am Samstag endeten sieben mit diesem knappen, torarmen Ergebnis. In einer einzigen Partie fielen dagegen mehr Treffer als in den sieben 1:0-Spielen zusammen.

Der Nürnberger HTC nahm beim Mariendorfer HC mit 5:3 die Punkte mit. Melina Herkert (19.), Antonia Eder (E, 30.) brachten die Gäste in Front, Lisa Jeschke (E, 30.) verkürzte für Aufsteiger MHC Sekunden vor der Halbzeitpause. Lara Niebler (32.) und zweimal Julia Felßner (35./51.) bauten den Nürnberger Vorsprung zum 5:1 aus, ehe Laura Draskovic (52.) und nochmal Jeschke (60.) das Ergebnis für die Berliner Gastgeberinnen noch etwas freundlicher aussehen ließen.

 

Diese acht Tore waren deutlich mehr als auf allen anderen Plätzen. Im Süd-Spitzenspiel hielte die HG Nürnberg bei den Zehlendorfer Wespen geschickt den eigenen Kasten sauber. Als schon einiges auf eine Nullnummer hindeutete, stocherte Friederike Seifert knapp zwei Minuten vor Schluss den Ball über die HGN-Torlinie – 1:0, der sechste Wespen-Sieg im sechsten Spiel.

 

Auf Platz zwei wurde die HG Nürnberg vom Rüsselsheimer RK abgelöst. Ein Treffer von Nationalspielerin Pauline Heinz (20.) reichte den Hessinnen zum knappen 1:0 beim ATV Leipzig. Ebenfalls ein einziges Tor führte in München zur Entscheidung. Daniela Edelhoff traf nach zehn Minuten zum 1:0 des TuS Obermenzing gegen Aufsteiger TG Frankenthal.

 

Erstliga-Absteiger TuS Lichterfelde muss weiter auf seinen ersten Saisonsieg warten. Gegen den Feudenheimer HC musste man sich mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Luisa Höfling-Conradi (E, 20.) hatte die Mannheimer Gäste in Führung gebracht, erst sechs Minuten vor Ebde konnte Susanne Felder (54.) mit dem Ausgleich für TuSLi wenigstens das Schlimmste verhindern.

 

Nord-Tabellenführer Club Raffelberg setzte in Hamburg seine Siegesserie fort. Beim Polo Club reichte das Siebenmetertor von Giulia Funkel (44.) zum 1:0-Erfolg und damit zum sechsten Raffelberger Dreier in Folge. Eine andere, eher unliebsame Serie führten die hanseatischen Gastgeberinnen fort: Für Polo war es das fünfte Spiel in Folge ohne eigenen Torerfolg.

 

Jubeln konnte ein anderes Hamburger Team: Dem Klipper THC (Foto) gelang mit dem 1:0 über Blau-Weiß Köln der erste Saisonsieg. Martha Zimmermann schoss nach 22 Minuten das Goldene Tor, das Klipper gleich um drei Tabellenplätze nach vorn brachte und die unterlegenen Gäste die Rote Laterne übernehmen ließ.

 

Neuer erster Verfolger von Spitzenreiter Raffelberg ist der DSD Düsseldorf. Der DSD besiegte den Crefelder HTC mit 1:0 und löste die Krefelderinnen auf Rang zwei ab. Silja Drewitz sorgte nach 17 Minuten für die Entscheidung.

 

Ein einziges Tor brachte auch in Braunschweig einen Sieger und einen Verlierer hervor. Lena Wenzel (21.) traf für den Bonner THV über die gastgebende Eintracht. Das 1:0 hält den BTHV in der deutlich abgegrenzten oberen Tabellenhälfte, Braunschweig verpasste den Anschluss nach oben.

 

Seine Heimstärke unterstrich Hannover 78. Auch ihre zweite Saisonpartie auf eigenem Platz gewannen die Niedersächsinnen mit 2:0, diesmal im Aufsteiger-Duell mit HC Essen 99. Auf Tore musste Hannover allerdings lange warten. Erst im letzten Viertel erlöste Leni Wittmann (50./58.) die Gastgeberinnen.

 

Foto: Klipper THC

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