2. BL Damen: Bremer HC nutzt gleich ersten Matchball zum Aufstieg

Der Bremer HC hat in der 2. Bundesliga Damen gleich seinen ersten Matchball genutzt und vorzeitig seine Rückkehr in die erste Liga perfekt gemacht. Für die Zehlendorfer Wespen gab es einen weiteren Rückschlag.

Durch das Vortagsunentschieden von Bonn konnten die Bremerinnen schon im fünftletzten Saisonspiel ihren Gewinn der Gruppe Nord manifestieren. Im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig ließen sie nichts anbrennen. Auch wenn die Gäste nach 15 Minuten durch Laura Drees die BHC-Führung von Johanna Mühl (3.) egalisieren konnten, war dies nicht mehr als ein Zwischenspiel. Bremen holte sich schon bald die Führung durch Lea Albrecht (18.) zurück und baute sie durch Gesa Lubienski (21.) zum 3:1-Halbzeitstand aus. Nach der Pause erhöhten Mühl (37.), Sofia Viarengo (38./45.) und Lubienski (40.) zum 7:1-Endstand. Nach dem Abstieg 2019 kehrt der Bremer HC in die 1. Bundesliga zurück. „Es ist ein Segen, dass wir nun in Halle und Feld wieder zur Beletage des deutschen Hockeys gehören“, fiel BHC-Trainer Marzin Schultze ein Stein vom Herzen, dass die Mission Aufstieg ohne größere Komplikationen erfüllt wurde. 2019 waren die Bremerinnen nach nur einer Saison aus der ersten Liga abgestiegen. Diesmal soll die Rückkehr kein kurzes Gastspiel mehr bleiben. „Die Personalplanungen sind schon fast abgeschlossen“, sagt Schultze, will aber noch keinen Namen der vier offenbar hochkarätigen Neuzugänge verraten.

 

Noch höher als Bremen gewann der Crefelder HTC, der sein Heimspiel gegen ETUF Essen mit 8:0 (3:0) für sich entscheiden konnte. Sharon Seaton eröffnete gleich in der 1. Minute den Torreigen, danach trafen Jule Hufer (19.), Stephanie Baxter (25.), Anna Küskes (31.), Lynn Krings (33.), Jil Jertz (45.), Nike Michler (45.) und Stella Gebhard (56.). Für Essen droht ein punktloser Abstieg.

Ein wichtiger Dreier im Abstiegskampf glückte der TG Heimfeld. Beim DSD Düsseldorf siegten die Hanseatinnen nach Treffern von Katja Paul (29.) und Line Schwarting (42.) mit 2:1 (1:0). Dem DSD glückte durch Franka Roithmeier (50.) lediglich der Anschluss. Seinen vierten Sieg in Folge feierte Klipper Hamburg, das sich mit dieser Serie auf den vierten Platz vorgearbeitet hat. Das Derby gegen den Polo drehte Klipper erfolgreich. Denn die Gäste waren durch Marie Hamann (8.) in Führung gegangen. Eileen Mävers (E, 12.) glich aus, und Sarah Strache (22.) und Jule Felchner (E, 38.) brachten den Sieg vollends nach Hause.

"Es ist ein Segen, in Halle und Feld wieder zur Beletage des deutschen Hockeys zu gehören.
Martin Schultze, Trainer Bremer HC


Gut erholt von der Vortagsniederlage bei den Wespen zeigte sich der TSV Mannheim. Das zweite Berliner Auswärtsspiel gewann der Spitzenreiter beim TC Blau-Weiss souverän mit 2:0 (1:0). Kira Schanzenbecher (E, 8.) und Violetta Klein (50.) trafen für den Tabellenführer, der keinen einzigen Torschuss auf seinen Kasten verzeichnen musste.

 

Wie gewonnen, so zerronnen – das galt dagegen für die Zehlendorfer Wespen. Dem gefeierten Sieg über den Spitzenreiter TSV folgte gegen den zweiten Mannheimer Gast eine bittere 0:1-Niederlage. Luisa Höfling-Conradi schoss sechs Minuten vor Schluss bei einem der wenigen Angriffe des Feudenheimer HC das Tor des Tages. Feudenheim machte damit sein Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. Für die Wespen war es ein weiterer empfindlicher Rückschlag im Aufstiegsrennen.

 

Besser lief es für den dritten Aufstiegskandidaten Rüsselsheim. Der RRK kam beim Bietigheimer HTC zu einem 3:2 (2:1)-Auswärtssieg. Lea Sack (2.) und Zara Becker (15.) hatten die Gäste im ersten Viertel 2:0 in Führung gebracht. Melanie senghaas (20.) verkürzte für den BHTC, der durch Pauline Heinz (38.) dann wieder mit zwei Treffern in Rückstand geriet. Der nochmalige Anschluss durch Neele Fili (58.) kam zu spät, um noch zumindest einen Punkt retten zu können.

Die HG Nürnberg drehte einen 0:1-Rückstand (Elisabeth Kirschbaum/36.) recht schnell durch zwei Tore von Lena Groß (E, 38./47.) und kam im Heimspiel gegen den ATV Leipzig noch zum einem 2:1 (0:0)-Erfolg.

TuS Obermenzing erledigte die Pflichtaufgabe gegen Schlosslicht TSV Schott Mainz ohne Fehltritt. Julia Weber machte mit dem 1:0 (4.) früh den Auftakt. Es folgten noch drei Eckentore von Maike Cartsburg (25.), Lena Wenzel (39.) und Daniela Edelhoff (53.) zum 4:0 (1:0)-Endstand.

Foto: Axel Kaste

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