2. BL Damen: Bonn besteht in Bremen, Mannheim Tagessieger ohne eigenes Spiel

Der Bonner THV schaffte, was bislang keinem anderen Team der 2. Bundesliga Damen glückte: dem Nord-Tabellenführer Bremer HC einen Punkt abzuknöpfen. In der Süd-Gruppe war der TSV Mannheim der Sieger des Tages, obwohl der Spitzenreiter gar nicht spielte.

Nun ist es tatsächlich passiert: Beim 1:1 (1:1) gegen den Bonner THV riss die Siegesserie des zuvor elfmal siegreichen Bremer HC. Natalie Hoppe (7.) hatte Bremen in Führung geschossen, die Kira Schmitz (17.) ausglich. Danach fielen bis zum Schlusspfiff keine weiteren Treffer mehr. Auch wenn der erste kleine Fleck auf der bislang sauberen Weste war, so hat Spitzenreiter Bremen weiter satte elf Punkte Vorsprung vor den Bonnerinnen.

Wieder näher an den BTHV heranrücken konnte der Crefelder HTC, der sein Heimspiel gegen die TG Heimfeld mit 4:1 (3:1) für sich entscheiden konnte. Den schnellen Rückstand von Lea Dietrichs (2.) drehten Jule Hufer (14./E, 25.), Lynn Krings (21.) und Leni Hamacher (45.) eindrucksvoll.

Sein Heimrecht gegen einen Hamburger Gast konnte auch Blau-Weiß Köln nutzen. Der Polo-Club hatte aus der frühen Kölner Führung (Lynn Werker/E, 5.) durch Marleen Hartmann (7.) und Catalina Ness (E, 20.) eine 2:1-Führung gemacht. Blau-Weiß kam durch Luisa Seekamp (27.) zum 2:2-Halbzeitstand. Nach der Pause brachten Anne Rings (E, 45.) und Elena Naumann (50.) die Führung wieder auf die Kölner Seite. Das dritte Gästetor durch Felicia Hähner (E, 53.) war zu wenig, am Ende hieß es 4:3 für Blau-Weiß.

Das dritte Hamburger Gastspiel im Westen lief dagegen ganz anders. Klipper Hamburg nahm bei Schlusslicht ETUF Essen mit 5:0 (3:0) standesgemäß die Punkte mit. Eileen Mävers (11./59.) sorgte mit Eckentoren für Anfang und Ende der Toreinträge. Dazwischen waren Katharina Brasche (E, 24.), Sarah Strache (28.) und Luise Wehmeier (46.) erfolgreich.

Ein Dreifachschlag innerhalb von zwei Spielminuten führte den DSD Düsseldorf zum 3:1 (3:0)-Heimsieg über Eintracht Braunschweig. Gleich nach Beginn des zweiten Viertels platzte bei den Gastgeberinnen der Knoten. Daniela von Lieben (16.), Cora Kruft (17) und Javiera Villgra Lira (E, 17.) schossen im Rekordtempo das 3:0 heraus, dem die Gäste nur noch einen Treffer von Emely Vysoudil (34.) entgegensetzen konnten.

"Ab dem zweiten Viertel waren wir klar die bessere Mannschaft. Nur weil unsere Chancenverwertung nicht gut war, blieb es bis zum Schluss spannend."
Christian Wittler, Trainer Feudenheimer HC

Im Süden hieß der Gewinner des Tages TSV Mannheim der, obwohl der spielfreie Tabellenführer gar nicht im Einsatz war. Beide Konkurrenten im Aufstiegsrennen ließen unerwartet Punkte liegen. Die Zehlendorfer Wespen kamen beim Bietigheimer HTC nach massiven Anreiseproblemen erst nicht richtig in Gang. Als dann Nationalspielerin Charlotte Stapenhorst nach der Pause zum 0:1 (39.) abstaubte, schien doch alles nach Plan zu laufen. Aber vier Minuten vor Ende glückte den mutig mitspielenden Gastgeberinnen nach einem feinen Stecher von Lilli Lang der Ausgleich zum 1:1, der trotz einer Wespen-Großchance in den letzten Sekunden bis zum Schlusspfiff Bestand hatte.

 

Auch der Rüsselsheimer RK war bei der HG Nürnberg bereits auf der Siegerstraße. Nach Celina Hocks früher Führung (5.) und dem HGN-Ausgleich durch Marie Auer (19.) ließ der Favorit durch Cara Roth (33.) und Nationalspielerin Paulina Heinz (E, 35.) einen Doppelschlag zum 1:3 folgen. Aber diese Kunst beherrschte auch Nürnberg: Emelie Haas (45.) und Nora Weigand (48.) trafen in kurzem Abstand zum 3:3 (1:1)-Endstand.

 

Am Tabellenende machte TuS Obermenzing die größten Schritte nach vorne. Die Münchnerinnen bezwangen den TC Blau-Weiss Berlin mit 2:0. Nach einer klaren Leistungssteigerung nach der Pause brachten Tore von Lena Wenzel (7m, 41.) und Zora Boesser (45.) den verdienten Lohn und am Ende drei Punkte. Für den ATV Leipzig vergrößerte sich damit der Rückstand im Keller. Denn die Sächsinnen verloren ihr Heimspiel gegen den Feudenheimer HC mit 0:1. Lucie Förter erzielte nach 23 Minuten das Tor des Tages, das den Mannheimerinnen den dritten Sieg in Folge bescherte.

 

Für das deutlichste Tagesresultat sorgte der Nürnberger HTC. Gegen Schlusslicht TSV Schott Mainz gab es ein 8:0 (3:0). Schon nach neun Minuten stand es durch Berenike Zaha (E, 5.) und zweimal Julia Nicklas (6./9.) 3:0, weiter im Trefferreigen ging es nach der Pause durch Clarissa Spönemann (E, 32./55.), Antonia Bortolazzi (42.), Madeleine Wandelt (43.) und Melina Herkert (58.).

"Nach der Pause hatten wir das Heft in der Hand, haben ein Dauerpowerplay aufgezogen und unsere Tore geschossen. Es hätte auch höher als 2:0 ausgehen können."
André Schriever, Trainer TuS Obermenzing


Foto: HOCKEYLIGA e.V. / W. Chruscz     

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