1.BL Herren: Nach fünf Monaten Pause gibt’s den Doppelstart in die Rückrunde

Nach langen fünf Monaten Feldhockey-Pause geht es am Wochenende in der 1. Bundesliga Herren nun endlich weiter. Dafür aber gleich richtig mit einem Doppelspieltag. Alle zwölf Erstligateams bestreiten ihre ersten beiden Partien in der verkürzten Rückrunde.

Zuletzt gespielt wurde in der Feldsaison 2021/22 in der höchsten Liga am 31. Oktober vorigen Jahres. An diesem Tag kam die am 4. September gestartete Hinrunde zu ihrem Abschluss. Als inoffizieller „Herbstmeister“ ging nach elf Spieltagen der amtierende Deutsche Meister Rot-Weiss Köln in die Winterpause. Die Rheinländer hatten 30 von 33 möglichen Punkten errungen, lediglich ein Spiel (0:2 beim Mannheimer HC) verloren. In der Staffel A geht Köln mit großem Vorsprung in die nur fünf Spiele umfassende Rückrunde. Selbst wenn Verfolger Hamburger Polo Club (20 Punkte) sein Nachholspiel gegen den Berliner HC gewinnen sollte, wären es immer noch sieben Zähler Differenz zwischen den Plätzen eins und zwei. Auch die auf den folgenden Positionen platzierten Teams vom Club an der Alster (18) und Berliner HC (16; mit einem Spiel weniger) können davon ausgehen, im Viertelfinale dabei zu sein, ist doch der Vorsprung auf die Plätze fünf (TSV Mannheim; 8) und sechs (SC Frankfurt 80; 3) beträchtlich.

 

Auch in der Staffel B zeigt die Hinrundentabelle einen klaren Trennstrich zwischen oben und unten. Die Topteams Mannheimer HC (25), Harvestehuder THC (24) und HTC Uhlenhorst Mülheim (23) liegen ebenso eng beieinander wie das Trio UHC Hamburg (7), Düsseldorfer HC (7) und Nürnberger HTC (4) im Tabellenkeller. Das riesige 16-Punkte-Loch zwischen den beiden Polen raubt normalerweise jede Spannung, trotzdem verspricht gerade Staffel B interessant zu werden. Anders als in der Staffel A, wo die vier Viertelfinalteilnehmer und die beiden Play-down-Kandidaten bereits vor Rückrundenstart gefunden scheinen, könnte es in der Staffel B noch ein spannendes Rennen um den vierten Platz im Play-off geben. UHC und DHC gehen punktgleich in diese Auseinandersetzung, und selbst der Staffelletzte NHTC ist in Schlagweite und könnte bei optimalem Verlauf zum „lachenden Dritten“ werden und DHC wie UHC in die Abstiegsrunde schicken.

"Der Standort des Final-Four-Turniers wird sehr kurzfristig feststehen und dann auch kommuniziert."
Victor vom Kolke, Hockeyliga-Geschäftsführer

Gleich das Auftaktprogramm der Rückrunde bringt die Beteiligten dieses spannenden Dreikampfs zusammen: Düsseldorf empfängt Nürnberg (Samstag) und UHC Hamburg (Sonntag). Das DHC-Trainergespann Mark Spieker/Nico Sussenburger, das zunächst nur für die Hallensaison als Interimslösung nach der Trennung von Coach Sebastian Folkers bei den Düsseldorfer Herren vorgesehen war, wird auch in der Feld-Rückrunde zuständig sein. Da kommt dem Duo sicherlich entgegen, dass der Rückrundenstart der 1. Bundesliga Damen aufgrund der Juniorinnen-WM auf 23./24. April verlegt wurde und es somit zu keinen Überschneidungen mit ihren Traineraufgaben bei den DHC-Damen kommen kann.

 

Auswärts gibt Pasha Gademan (Foto) seinen Einstand als nun alleiniger Cheftrainer bei Rot-Weiss Köln. Die ersten beiden Spiele in der Ära nach André Henning (seit Februar Herren-Bundestrainer) bestreitet Gademan mit seinem Team in Frankfurt (Samstag) und Alster Hamburg (Sonntag). In der Hansestadt zu Gast ist zum Rückrundenauftakt auch der Mannheimer HC mit Spielen beim UHC (Samstag) und HTHC (Sonntag). Auch Mülheim (beim HTHC) und TSV Mannheim (beim Club an der Alster) müssen nach Hamburg reisen. Heimrecht besitzen außerdem Berliner HC (Samstag gegen Polo Club, Sonntag gegen TSV Mannheim), Mülheim (Sonntag gegen Nürnberg) und Frankfurt (neben Köln noch Polo).

 

Welche Rolle Corona in der Rückrunde spielt, wird sich zeigen. Wie man hörte, mussten einige Vorbereitungsspiele aufgrund zahlreicher Quarantänemaßnahmen ausfallen. Da haben alle Teams wie auch die Ligaplaner noch eine große Unbekannte in der Rechnung. Wenn alles glatt läuft, ist das Ligaprogramm am 8. Mai abgeschlossen. Ab 14./15. Mai geht es im Viertelfinale (Modus best of three) und im Play-down (neuer Modus mit best of five) los. Die beiden Absteiger sollen spätestens am Pfingstwochenende 4./5. Juni feststehen, ebenso der Deutsche Meister. Wo die DM-Endrunde der vier Viertelfinalsieger als Doppelveranstaltung mit den Damen stattfinden wird, ist noch nicht bekannt. „Der Standort des Final-Four-Turniers wird sehr kurzfristig feststehen und dann auch kommuniziert“, sagt Hockeyliga-Geschäftsführer Victor vom Kolke.

Foto: Rot-Weiss Köln

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